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Wohnbereich 2

Funktion:
Quartier für vier Besatzungsmitglieder
Schlafbereich
Waschgelegenheit
Toilettenanlagen
Wäscherei

Schlafenszeit
Zunächst etwas zum Nachdenken. Im All werden einfache Dinge, die Du ständig erledigen musst, zu Problem. Liste einige auf (unsere Liste ist weiter unten):
Auf einem Brett festgeschnallt zu sein, mag als sehr unbequeme Art zu übernachten erscheinen, aber unter schwerelosen Bedingungen ist dies die beste Art zu schlafen. Ohne "richtige Seite nach oben" kannst Du Di h nicht "hinlegen", um schlafen zu gehen. Um das gewohnte Gefühl eines Bettes nachzuahmen, wird ein Brett benutzt. Da es keine Schwerkraft gibt, die Dich hineindrückt, fühlt es sich an wie eine sehr weiche Matratze. Du musst festgeschnallt werden, weil Du sonst beim Ausatmen Deine Masse durch die Kabine drückst. Also wirst Du Dich in einen dünnen Schlafsack begeben, der an einem Brett festgemacht ist mit Riemen um Deinen Kopf und Deine Brust, damit Dein Kopf sich nicht bewegt und Deine Arme nicht vor Dir herumschweben und dabei eventuell etwas umwerfen. Vielleicht möchtest Du Ohrstöpsel tragen, um den Lärm nicht zu hören und eine Augenmaske, um das Licht nicht zu bemerken denk daran, dass Du alle anderthalb Stunden 45 Minuten lang tageslicht siehst!
Würdest Du gerne so schlafen? Festgeschnallt, damit Du nicht davonschwebst. Skylab 3 Foto
© Bild: NASA

Sind Dir irgendwelche von diesen Dingen eingefallen?
Essen
Laufen
Schlafen
Waschen
Die Toilette benutzen
Sich anziehen
In diesem Modul wird Dir Dein persönliches Quartier zugewiesen, es kann Schubladen, Schränke, einen Schreibtisch und ein Bett so etwas wie ein Schlafsack, der an einer der Wände festgemacht ist- enthalten. An Bord der Raumstation wirst Du die Schwerelosigkeit kennenlernen, Dein Körper hat kein Gefühl für "oben" und "unten" mehr und alle Oberflächen könen genutzt werden (Wände, Decke und Boden sind alle gleich gut dafür geeignet, Möbel hinzustellen). Aber denk daran, dass das auch bedeutet, dass alles, das nicht festgemacht wurde herumschweben wird. Du kannst Dir die Farbgebung nach Deinem persönlichen Geschmack aussuchen.


Skylab 3: ein Haarschnitt auf dem Kopf stehend oder nicht? (oben). Owen Garriott schneidet Commander Alan Bean die Haare. Beachte den Saugschlauch, der die Haarspitzen einsammelt. Rasieren: Dies ist Commander Alan Bean auf Skylab 3 (unten). Was passiert mit den schwebenden Stoppeln? Dies war ein Problem, da sie tagelang in der Luft herumflogen und überall hineingerieten! Schließlich hörte die Besatzung auf, sich zu rasieren siehe das Bild der Skylab 4-Besatzung mit Bärten. Aber was bedeutet dies für einen Weltraumspaziergang? Wie gut passt einem bärtigen Mann ein Raumanzug? Kannst Du eine Lösung für das Rasurproblem finden?
Frauen sind vom Haarproblem auch nicht ausgeschlossen. Viele Frauen tragen ihr Haar gern lang. Im All schwebt es dannüberall wild herum und kann zum Arbeitsrisiko werden, außerdem ist es einfach nur unbequem. Kannst Du Dir Lösungen für das Problem mit langen Haaren vorstellen, wenn Du dabei annimmst, dass die Dame keinen Kurzhaarschnitt wünscht?
© Bilder: NASA

Badezeit
Ein Vollbad kommt nicht in Frage, nicht nur wegen der Wassermenge, die verbraucht würde, sondern auch, weil um Deinen Kopf und Deinen Körper herumschweben würde. Also nimmst Du eine Weltraumdusche, die sehr viel weniger Wasser verbraucht. Sie wurden für Skylab, die bemannte Mission der USA, entwickelt und erfordert eine abgeschlossene Duschkabine, die die Bewegung der Wassertropfen mit einem Luftgebläse und Vakuumpumpen steuert. Unter schwerelosen Bedingungen verbraucht man beim Duschen sehr viel weniger Wasser, da die Tröpfchen besser am Körper haften.
Selbst auf kleinstem Raum muss man im All die Schwerelosigkeit bedenken! um zur Toilette zu gehen, gilt es zwei Punkte zu beachten: Sorge dafür, dass Du fest auf dem Sitz hockst (indem Du den Sicherheitsgurt und die Handgriffe benutzt) und kontrolliere, ob die Absaugpumpe auch funktioniert. Es gibt keinen Wasserschwall, alles wird durch ein Luftgebläse und den richtigen Unterdruck entsorgt!
Jedes Wohnmodul besteht aus vier Besatzungsquartieren und einer gemeinsamen Dusche und Toilette.
Was passiert mit dem Wasser, wenn es nicht von der Schwerkraft nach unten gezogen wird? Kannst Du Dir einige Probleme vorstellen, die auf der Raumstation entstehen, wenn man sich wäscht oder zur Toilette geht? Wie, denkst Du, wurden sie gelöst?
Eine Weltraumtoilette (rechts). Alles muss versiegelt sein. Das Wasser ist wiederaufbereitet.© Bild: NASA

Ein Spind für Toilettenartikel bei Skylab, mit Zahnbürsten, einem Elektrorasierer, Zahnpasta und Handlotion (links).

Projekt:
Bau ein Weltraumwaschbecken
Bau aus Verpackungsmaterial ein Waschbecken. Versuch es mit Eiscremepackungen, Plastikflaschen, Gummihandschuhe, Spraydosen, durchsichtige Folie, Klebeband.
Überlegungen bei der Gestaltung:
- Wie siehst Du, was Du tust?
- Wie kommt das Wasser hinein?
- Wie kommt Seife hinein?
- Wie sorgst Du dafür, dass Wasser und Seife nicht überall hinspritzt und wegschwebt?
- Wie sammelst Du den Abfall?
- Wie trocknest Du Dir die Hände ab?
Dank daran, Du kannst nicht einfach die Hände rausnehmen und das Wasser überall hinspritzen. Es würde herumschweben und könnte an unerwünschte Orte geraten, wie zumBeispiel die Stromversorgung.

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